Einfamilienhäuser

Talstation Dietschibergbahn

Die alte Talstation der Dietschi­berg­bahn wurde von Emil Vogt um 1900 erbaut. Sie ist ein Zeitzeuge der touristischen Erschliessung der Luzerner Hügel. Zusammen mit dem alten Pförtner­haus, der Villa Bellerive und einem schönen Baum­bestand bildet sie ein historisches Ensemble als Auf­takt für des Villen­quartiers »Bellerive«. Nachdem bereits die Berg­station in ein Wohnhaus umgebaut wurde, lag es nahe, auch die alte Tal­station in ein Wohn­haus zu trans­formieren, um durch diese neue Nutzung den Weiter­bestand der beiden Stations­gebäude für die kommenden Generationen zu gewähr­leisten.

Auftragsart

Direktauftrag

Bauherr

Privat

Fertigstellung

2016

Auszeichnungen

Auszeichnung guter Baukultur 2018: Anerkennung
Best Architects 18

Adresse

Felsental 4
6006 Luzern

Fotograf

Als Erinnerung an die alten silbernen Bahn­wagen der Dietschi­berg­bahn, steht in der Garage ein silberner Schlaf­wagen, der die Schlaf­zimmer und Küche bein­haltet. Die Garage selbst in ihrer gesamten Aus­dehnung wird zum neuen Wohn­zimmer. Ursprüng­lich hatte Emil Vogt auch ein Flach­dach mit Balustraden vor­ge­sehen – ein Indiz für dessen Begeh­barkeit –, diese wurden aber nie ausge­führt. Heute ist das Dach begeh­bar und dies gibt dem kleinen Haus einen über­raschenden spektakulären Aussen­raum. Dazu kommt der poetische Garten, gemein­same mit dem Pförtner­haus, der heute leider durch einen Maschen­draht­zaun getrennt ist. Dieses Projekt ist eine virtuose Finger­übung, die dank einer archi­tektonischen Erfindung einem Denkmal wieder Leben ein­haucht und die juristische Geschichte Luzerns fortschreibt.

Talstation Dietschibergbahn, Felsental 4, 6006 Luzern