Plusenergiehaus im Entlebuch

Das Holz­haus im Ent­le­buch lehnt sich in sei­ner Ge­stalt an die Tra­di­ti­on der länd­li­chen Bau­wei­se an. Als En­er­gie­er­zeu­ger geht das Ge­bäu­de mit der Zeit und ver­sorgt sich selbst. Das Haus schiebt sich in den Hang und bie­tet hang­auf­wärts den eben­er­di­gen Haupt­zu­gang ins mitt­le­re Ge­schoss. Der zu­sam­men­hän­gen­de Raum wird von der Küche, dem Ess­be­reich sowie einer Le­se­ecke ge­mein­sam ge­nutzt. Von hier ge­langt man über eine Trep­pe hin­un­ter zum Wohn­zim­mer. Die­ses bie­tet zu­gleich die Er­schlies­sung zu den Gäs­te­zim­mern im un­te­ren Ge­schoss, wo bis zu zehn Be­su­cher ein­quar­tiert wer­den kön­nen. Ge­gen­über der Küche und ver­steckt vom Ein­gang führt eine schma­le Trep­pe hin­auf ins Dach. Hier ord­nen sich die Wohn­räu­me der Haus­her­ren an. Das gros­se Dach ist op­tisch und sta­tisch ein ei­gen­stän­di­ges Ele­ment. Es steht auf einem mas­si­ven Trep­pen- und Lift­kern, ein Fens­ter­band löst die Über­da­chung von den bei­den un­te­ren Ge­schos­sen und gibt rund­her­um einen Blick ins Ent­le­buch frei. Die So­lar­zie­gel auf dem Dach pro­du­zie­ren jedes Jahr 43’800 kWh Strom – 486 % des­sen, was das Haus ver­braucht. Den Strom­über­schuss wird ins Netz ein­ge­speist. Ma­te­ri­al und Fü­gung las­sen das Haus mit dem Alter noch schö­ner wer­den. Es sind die glei­chen Ma­te­ria­li­en wie frü­her, die­sel­ben For­ma­te, De­tails und Be­fes­ti­gungs­tech­ni­ken. Ober­flä­chen aus Fich­te sind innen ge­dämpft, aus­sen ge­brannt und ge­bürs­tet, als ob das Haus schon 100 Jahre in der Sonne ge­stan­den hätte. Ober­flä­chen glei­chen Ma­te­ri­als sind wie eine Haut naht­los ge­fügt, wo die Struk­tur wech­selt oder Öff­nun­gen sind, heben Rah­men sie her­vor.

Kategorien
Landschaft, Wohnen
Auftragsart
Direktauftrag
Bauherrschaft
Privat
Fertigstellung
2014
Auszeichnung
Schweizer Solarpreis 2015: 1. Preis Plusenergiebauten
Ort
Entlebuch
Fotografien
Ben Huggler
Stefan Dubach